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Casinos Austria setzen erneut auf Palästina
Medium:Der Standard
Datum: 29.11.1999
Jericho - Die Casinos Austria dürften mit ihrem "Oasis"-Casino in Jericho Geld wie Sand am Meer verdienen. "Wir haben rund 3000 Gäste täglich", freute sich Casinos-Austria-Direktor Gerhard Skoff bei einem Besuch der Spielbank im Rahmen der Feierlichkeiten zum Start des Projektes "Bethlehem 2000". Genaue Zahlen wollte Skoff nicht nennen: "Dann wird der Sand in der Wüste gleich teurer."

Um den Besucheransturm zu bewältigen - das "Oasis" liegt nur 500 Meter von der Grenze zu Israel, wo Glücksspiel bisher verboten ist, auf palästinensischem Gebiet - planen die Casinos Austria nun in unmittelbarer Nähe u.a. eine zweite Spielbank. Insgesamt soll bis 2003 mit einem Investitionsvolumen von 300 Millionen Dollar (297 Millionen Euro/4,09 Milliarden Schilling) der größte Entertainment-Komplex der Region auf der Westbank geschaffen werden. An das zweite Casino will man ein Convention-Center für verschiedenste Veranstaltungen anschließen. Mit dem Bau dürfte zur Jahresmitte 2000 begonnen werden.

Schon bald nach Jahresbeginn könnte ein an das "Oasis" gekoppeltes neues Fünf-Sterne-Luxus-Hotel mit 184 Zimmern bezugsfertig sein. Als Hotelbetreiber wird voraussichtlich Intercontinental fungieren. "Wir stehen vor dem Abschluss", sagte Alexander Tucek, General Mangager des Oasis Hotel Casino Resorts.

Abgerundet soll der gesamte Entertainment-Komplex auf der Westbank mit Shops, Restaurants, Bars und einem 18-Loch-Golfplatz werden. Die Anlage wäre dann laut Casinos Austria die größte ihrer Art im gesamten Nahen Osten. Projekt-Leader ist die CAP Holding Gmbh, an welcher die Casinos Austria 15 und die Bawag zehn Prozent halten. CAP-Verwaltungsrat ist der ehemalige Vizekanzler Norbert Steger. Vorerst ist das "Oasis" praktisch konkurrenzlos, spielwütige Israelis kommen in Scharen. (APA)


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