Jericho - Die Casinos Austria dürften mit ihrem "Oasis"-Casino in Jericho
Geld wie Sand am Meer verdienen. "Wir
haben rund 3000 Gäste täglich", freute sich Casinos-Austria-Direktor
Gerhard Skoff bei einem Besuch der Spielbank
im Rahmen der Feierlichkeiten zum Start des Projektes "Bethlehem 2000".
Genaue Zahlen wollte Skoff nicht nennen:
"Dann wird der Sand in der Wüste gleich teurer." Um den Besucheransturm zu bewältigen - das "Oasis" liegt nur 500 Meter von
der Grenze zu Israel, wo Glücksspiel
bisher verboten ist, auf palästinensischem Gebiet - planen die Casinos
Austria nun in unmittelbarer Nähe u.a. eine
zweite Spielbank. Insgesamt soll bis 2003 mit einem Investitionsvolumen von
300 Millionen Dollar (297 Millionen
Euro/4,09 Milliarden Schilling) der größte Entertainment-Komplex der Region
auf der Westbank geschaffen werden. An
das zweite Casino will man ein Convention-Center für verschiedenste
Veranstaltungen anschließen. Mit dem Bau
dürfte zur Jahresmitte 2000 begonnen werden.
Schon bald nach Jahresbeginn könnte ein an das "Oasis" gekoppeltes neues
Fünf-Sterne-Luxus-Hotel mit 184
Zimmern bezugsfertig sein. Als Hotelbetreiber wird voraussichtlich
Intercontinental fungieren. "Wir stehen vor dem
Abschluss", sagte Alexander Tucek, General Mangager des Oasis Hotel Casino
Resorts.
Abgerundet soll der gesamte Entertainment-Komplex auf der Westbank mit
Shops, Restaurants, Bars und einem
18-Loch-Golfplatz werden. Die Anlage wäre dann laut Casinos Austria die
größte ihrer Art im gesamten Nahen Osten.
Projekt-Leader ist die CAP Holding Gmbh, an welcher die Casinos Austria 15
und die Bawag zehn Prozent halten.
CAP-Verwaltungsrat ist der ehemalige Vizekanzler Norbert Steger. Vorerst
ist das "Oasis" praktisch konkurrenzlos,
spielwütige Israelis kommen in Scharen. (APA)