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Spielbank ist jetzt "Chefsache"
Oberbürgermeister Diehl: Betreiber wollen mehr Investitionssicherheit |
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Medium:Wiesbadener Kurier
Datum: 06.10.1999 |
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Es gibt Dinge, um die kümmert sich der Oberbürgermeister am liebsten
persönlich: Die Spielbank gehört dazu. Bis zu seinem Ausscheiden war Schul-
und Kulturdezernent Peter Joachim Riedle (CDU) für das Casino zuständig. Jetzt
hat sein Parteifreund Hildebrand Diehl den Bereich nicht der Nachfolgerin Rita
Thies (Grüne) übergeben, sondern in sein Dezernat verlagert. Das mache Sinn,
so Diehl, weil er als Bürgermeister schon einmal Spielbank-Dezernent gewesen
sei und die Verhandlungen geführt habe, als Wilfried Achterfeld und John Jahr
junior die Konzession erhielten. Mit diesen Hamburger Konzessionären stehen jetzt neue Verhandlungen an, die
gestern Abend begonnen haben. Weil, so Diehl, die Spielbankbetreiber mehr
Investitionssicherheit brauchten, soll über die nächsten zehn Jahre geredet
werden. Die Spielbank-Gesellschaft hat einen Vertrag bis Ende 2000 und eine
Option bis 2005. Mit Achterfeld und Jahr, die mit dem Münchener Gastronom
Käfer kooperieren, sei die Stadt nicht schlecht gefahren, urteilt Diehl. Sie
betreiben auch das Casino in Hamburg und gehören zu einem Konsortium, dass
mit der Deutschen Sporthilfe eine Flughafen-Spielbank in Frankfurt betreiben
will. Das beobachte man genau, so Diehl. So lange die Kugel aber nur im
Transitbereich rollen dürfe, brauche man sich in Wiesbaden nicht zu sorgen. Die
Stadt erhält 29,5 Prozent vom Bruttospielertrag. Die Kurbetriebe, die eng mit dem Casino zuammenarbeiten, gehören nicht zu
Diehls Bereich, sie unterstehen dem Dezernat von Bürgermeister Holger
Goßmann (SPD).isa |
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