WIESBADEN (isa) Die Hamburger Betreiber der Spielbank Wiesbaden können
zufrieden sein: Sie haben es geschafft, mit weiteren in- und ausländischen
Casino-Gesellschaften Partner der Stiftung Deutscher Sporthilfe (Frankfurt) zu
werden und damit in der neuen Spielbank auf dem Rhein-Main-Flughafen die
Kugel rollen zu lassen. Erst müssten aber die Details mit der Stadt Frankfurt
verhandelt werden, betont Wiesbadens Casino-Geschäftsführer Klaus Gülker.
Die Konzession der Spielbank Wiesbaden liegt seit Anfang der 90er Jahre bei
den Hamburgern Wilfried Achterfeld und John Jahr junior. Seit drei Jahren schon ist im Airport ein Casino geplant. Mit im Rennen war die
französische Gruppe Partouche, die weltweit Spielbanken, Hotels und Lokale
betreibt. Doch die Kalkulation der Sporthilfe und ihrer Partner kam besser an.
Sobald die Verträge vorliegen, muss die Stadt diese mit dem Land abstimmen,
das die Konzession vergibt.
Wie Gülker berichtet, wird die geplante Flughafen-Spielbank aber nur für
Fluggäste zugänglich sein, die wiederum in Staaten fliegen müssen, die nicht
dem Schengener Abkommen unterliegen. Damit wolle man den Interessen der
Casinos Wiesbaden und Bad Homburg entgegen kommen. Man könne noch
nicht sagen, wann die Eröffnung ist, so Gülker, denn wenn die Verträge stehen,
muss der Rohbau von den Betreibern ausgebaut werden, gilt es Auflagen der
FAG zu berücksichtigen. Ein Teil des Casinos mit "Großem Spiel" und
Automaten soll in den Terminal II kommen, ein weiterer 2002 in den Terminal I.
Muss die Stadt Wiesbaden jetzt befürchten, dass die Sporthilfe, die mit einem
Teil des Erlöses Frankfurter Sportler fördern will, als "Dank" für die
Konzession den "Ball des Sports" nach Frankfurt verlegt? Im Frankfurter Rathaus
betont man, die beiden Dinge hätten nichts miteinander zu tun. Und auch
Ball-OrganisatorDieter Haupt meint, es bestehe kein Grund zur Aufregung. Es
sei sogar festgezurrt, dass der Ball auch 2001 in Wiesbaden stattfindet.