Pionier und unternehmerisches Vorbild: Paul Gauselmann 65 Jahre alt / Geschenk für Heimatstadt Espelkamp (ned). Der Unternehmer Paul
Gauselmann feiert heute seinen 65. Geburtstag und
macht seiner Heimatstadt ein besonderes
Geschenk: Zum 1. Januar 2000 wird er eine
Stiftung
für Espelkamp ins Leben rufen. Die
Gauselmann-Stiftung, die sowohl von der Familie
wie vom Unternehmen getragen wird, soll dem
Gemeinwohl im Bereich der Stadt Espelkamp
dienen. Die Stiftung werde zunächst ein
Grundkapital von einer Million Mark haben, teilte
das Unternehmen gestern mit.
Nach dem Willen des Stiftungsgebers sollen Mittel
für
folgende Bereiche bereitgestellt werden:
Unterstützung
wohltätiger Einrichtungen, besondere Maßnahmen im Erziehungs- und
Bildungswesen, Förderung kultureller Organisationen und
Initiativen, Förderung
der Volksgesundheit (einschließlich des Sports) und Förderung der
Jugendpflege und -fürsorge.
Finanzielle Hilfe für besondere Initiativen
Die Stiftung werde Wert darauf legen, dass es dabei nicht darum
gehe,
Etatlücken der jeweils bedachten Organisation zu schließen oder
die
Finanzierung solcher Vorhaben sicherzustellen, die eindeutig in
den
Zuständigkeitsbereich der öffentlichen Hand fallen, hieß es.
Vielmehr sei es Ziel
der Stiftung, dort finanzielle Hilfe bereit zu stellen, wo
besondere Initiativen
ergriffen werden, für die normalerweise keine Mittel bewilligt
werden. Im
Stiftungsvorstand wird dauerhaft ein Mitglied der Familie
Gauselmann an
entscheidender Stelle vertreten sein.
Paul Gauselmann, Gründer und Vorstandsvorsitzender der
Gauselmann-Gruppe,
steht seit über 40 Jahren an der Spitze des heutigen europäischen
Marktführers
der Automatenbranche. Für diese, aber auch für Familie und
Freunde, gilt Paul
Gauselmann als Motor und Ideengeber, Pionier und Vorbild. Der
gelernte
Fernmelderevisor begann 1957, zunächst nebenberuflich, seine
Karriere als
Unternehmer. 1964 folgte dann der Sprung in die Selbstständigkeit
als
Aufstellunternehmer mit 15 Mitarbeitern. Danach ging alles Schlag
auf Schlag.
Der in Münster geborene Unternehmer wurde Händler, schließlich
auch
Hersteller selbst entwickelter Automaten, die beispiellose
Markterfolge
verbuchten. 1973 eröffnete Paul Gauselmann seine erste
Merkur-Spielothek in
Delmenhorst, heute gibt es europaweit fast 180 Filialen mit der
lachenden
Merkur-Sonne.
1976 produzierte der "Primus der Automatenbranche" sein erstes
eigenes
Geld-Gewinn-Spiel-Gerät, den heute legendären "Merkur B". Von da
an standen
die Zeichen auf Expansion. 1980: Gründung der Gauselmann AG als
Dachgesellschaft für alle zukünftigen Unternehmungen. Von 1981 an
kamen die
Firmen Nova, Stella, Atronic, Mazooma Games, GeWeTe, Avalon und
Bell Fruit
Games nach und nach dazu, und die Unternehmensgruppe verstärkte
zunehmend ihr Engagement im Ausland. Sichtbarstes Zeichen für die
strategische Neuausrichtung des internationalen Geschäfts war die
Gründung
von Atronic Anfang der 90-er Jahre. Seitdem zeichnet Michael
Gauselmann
verantwortlich für das gesamte Auslandsgeschäft.
Für soziales Engagement ausgezeichnet
Atronic verfügt seit kurzem über Herstellerlizenzen für die
wichtigsten
US-amerikanischen Casinomärkte in Nevada und Mississippi und hat
soeben
auch den Schritt nach Australien gewagt.
Im vergangenen Jahr verzeichnete die Unternehmensgruppe erstmals
über ein
Milliarde Mark Außenumsatz und beschäftigte weltweit mehr als 5
600
Mitarbeiter. Paul Gauselmann, der für sein soziales Engagement
ebenso wie für
seine Verdienste um die Automatenbranche 1993 das
Bundesverdienstkreuz
verliehen bekam, bekennt sich deutlich zum Unternehmensstandort
im Altkreis
Lübbecke und den dort lebenden Menschen.
Der Wahl-Espelkamper ist seit vielen Jahren Vorsitzender des
Verbandes der
deutschen Automatenindustrie (VDAI) und Ehrenvorstand des
Deutschen
Automaten Verbandes (DAV).