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Stiftung für Espelkamp ins Leben gerufen
Medium:Neue Westfälische
Datum: 26.08.1999
Pionier und unternehmerisches Vorbild: Paul Gauselmann 65 Jahre alt / Geschenk für Heimatstadt

Espelkamp (ned). Der Unternehmer Paul Gauselmann feiert heute seinen 65. Geburtstag und macht seiner Heimatstadt ein besonderes Geschenk: Zum 1. Januar 2000 wird er eine Stiftung für Espelkamp ins Leben rufen. Die Gauselmann-Stiftung, die sowohl von der Familie wie vom Unternehmen getragen wird, soll dem Gemeinwohl im Bereich der Stadt Espelkamp dienen. Die Stiftung werde zunächst ein Grundkapital von einer Million Mark haben, teilte das Unternehmen gestern mit.

Nach dem Willen des Stiftungsgebers sollen Mittel für folgende Bereiche bereitgestellt werden: Unterstützung wohltätiger Einrichtungen, besondere Maßnahmen im Erziehungs- und Bildungswesen, Förderung kultureller Organisationen und Initiativen, Förderung der Volksgesundheit (einschließlich des Sports) und Förderung der Jugendpflege und -fürsorge.

Finanzielle Hilfe für besondere Initiativen

Die Stiftung werde Wert darauf legen, dass es dabei nicht darum gehe, Etatlücken der jeweils bedachten Organisation zu schließen oder die Finanzierung solcher Vorhaben sicherzustellen, die eindeutig in den Zuständigkeitsbereich der öffentlichen Hand fallen, hieß es. Vielmehr sei es Ziel der Stiftung, dort finanzielle Hilfe bereit zu stellen, wo besondere Initiativen ergriffen werden, für die normalerweise keine Mittel bewilligt werden. Im Stiftungsvorstand wird dauerhaft ein Mitglied der Familie Gauselmann an entscheidender Stelle vertreten sein.

Paul Gauselmann, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Gauselmann-Gruppe, steht seit über 40 Jahren an der Spitze des heutigen europäischen Marktführers der Automatenbranche. Für diese, aber auch für Familie und Freunde, gilt Paul Gauselmann als Motor und Ideengeber, Pionier und Vorbild. Der gelernte Fernmelderevisor begann 1957, zunächst nebenberuflich, seine Karriere als Unternehmer. 1964 folgte dann der Sprung in die Selbstständigkeit als Aufstellunternehmer mit 15 Mitarbeitern. Danach ging alles Schlag auf Schlag. Der in Münster geborene Unternehmer wurde Händler, schließlich auch Hersteller selbst entwickelter Automaten, die beispiellose Markterfolge verbuchten. 1973 eröffnete Paul Gauselmann seine erste Merkur-Spielothek in Delmenhorst, heute gibt es europaweit fast 180 Filialen mit der lachenden Merkur-Sonne.

1976 produzierte der "Primus der Automatenbranche" sein erstes eigenes Geld-Gewinn-Spiel-Gerät, den heute legendären "Merkur B". Von da an standen die Zeichen auf Expansion. 1980: Gründung der Gauselmann AG als Dachgesellschaft für alle zukünftigen Unternehmungen. Von 1981 an kamen die Firmen Nova, Stella, Atronic, Mazooma Games, GeWeTe, Avalon und Bell Fruit Games nach und nach dazu, und die Unternehmensgruppe verstärkte zunehmend ihr Engagement im Ausland. Sichtbarstes Zeichen für die strategische Neuausrichtung des internationalen Geschäfts war die Gründung von Atronic Anfang der 90-er Jahre. Seitdem zeichnet Michael Gauselmann verantwortlich für das gesamte Auslandsgeschäft.

Für soziales Engagement ausgezeichnet

Atronic verfügt seit kurzem über Herstellerlizenzen für die wichtigsten US-amerikanischen Casinomärkte in Nevada und Mississippi und hat soeben auch den Schritt nach Australien gewagt.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Unternehmensgruppe erstmals über ein Milliarde Mark Außenumsatz und beschäftigte weltweit mehr als 5 600 Mitarbeiter. Paul Gauselmann, der für sein soziales Engagement ebenso wie für seine Verdienste um die Automatenbranche 1993 das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam, bekennt sich deutlich zum Unternehmensstandort im Altkreis Lübbecke und den dort lebenden Menschen.

Der Wahl-Espelkamper ist seit vielen Jahren Vorsitzender des Verbandes der deutschen Automatenindustrie (VDAI) und Ehrenvorstand des Deutschen Automaten Verbandes (DAV).


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