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Ein Polizist, der Gurken köpft
Medium:Neue Westfälische
Datum: 25.08.1999
Experte für Glücksspiel kommt nach Herford

Herford. Der pensionierte Polizeibeamte Peps Zoller darf ganz legal mit gezinkten Karten und Würfeln spielen. Zoller war nicht nur 17 Jahre lang Leiter des Sachgebietes Spielwesen beim Bayrischen Landeskriminalamt, sondern auch der einzige öffentlich bestellte und beeidigte Sachverständige für Falschspiel und unerlaubtes Glücksspiel. Am 29. August, dem Sonntag der Diakonie, tritt er um 16.15 Uhr im Stadtgarten Schützenhof auf.

Noch nie ist dem Kripobeamten ein Trick missglückt. Und die führt er seit 40 Jahren vor, denn so lange steht Zoller auch schon als Zauberer auf der Bühne. Hobby und Beruf kamen 1966 zusammen, als Zoller seinen Beruf als Dreher aufgab und zur Polizei wechselte, wo er seiner Fähigkeiten wegen als Experte für Falschspieler Karriere machte.

In der Branche kannte bald Einer den Anderen: Der Kriminalbeamte die Kriminellen und umgekehrt. Wo Zoller auftauchte, rollte die Roulettekugel tatsächlich nach dem Zufallsprinzip, und weder Hütchen-Betrüger noch Kartentrickser hatten eine Chance, seinen geübten Augen etwas vorzuspielen. Stundenlang probiert der Ex-Polizist in seinem Hobbykeller neue Tricks. Seine Bibliothek umfasst eine bedeutende Sammlung von Zauber-Literatur.

Peps Zoller hackt mit seiner selbst gebauten Guillotine scheinbar eine Frauenhand durch - und zu Boden fällt eine Gurke.

Er zaubert Spielkarten von einer Jackettasche in die andere - und die Herren haben doch noch die Hand auf die Taschen gedrückt!

Eine Stunde Spass ist am Sonntag also ziemlich garantiert . . .


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