Experte für Glücksspiel kommt nach Herford Herford. Der pensionierte Polizeibeamte Peps Zoller darf ganz
legal mit
gezinkten Karten und Würfeln spielen. Zoller war nicht nur 17
Jahre lang
Leiter des Sachgebietes Spielwesen beim Bayrischen
Landeskriminalamt, sondern auch der einzige öffentlich bestellte
und
beeidigte Sachverständige für Falschspiel und unerlaubtes
Glücksspiel.
Am 29. August, dem Sonntag der Diakonie, tritt er um 16.15 Uhr im
Stadtgarten Schützenhof auf.
Noch nie ist dem Kripobeamten ein Trick missglückt. Und die führt
er seit 40
Jahren vor, denn so lange steht Zoller auch schon als Zauberer
auf der Bühne.
Hobby und Beruf kamen 1966 zusammen, als Zoller seinen Beruf als
Dreher
aufgab und zur Polizei wechselte, wo er seiner Fähigkeiten wegen
als Experte
für Falschspieler Karriere machte.
In der Branche kannte bald Einer den Anderen: Der Kriminalbeamte
die
Kriminellen und umgekehrt. Wo Zoller auftauchte, rollte die
Roulettekugel
tatsächlich nach dem Zufallsprinzip, und weder Hütchen-Betrüger
noch
Kartentrickser hatten eine Chance, seinen geübten Augen etwas
vorzuspielen.
Stundenlang probiert der Ex-Polizist in seinem Hobbykeller neue
Tricks. Seine
Bibliothek umfasst eine bedeutende Sammlung von Zauber-Literatur.
Peps Zoller hackt mit seiner selbst gebauten Guillotine scheinbar
eine
Frauenhand durch - und zu Boden fällt eine Gurke.
Er zaubert Spielkarten von einer Jackettasche in die andere - und
die Herren
haben doch noch die Hand auf die Taschen gedrückt!
Eine Stunde Spass ist am Sonntag also ziemlich garantiert . . .