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Die meisten sind lieber arm und gesund als reich und krank. Ein Drittel spielt regelmäßig Lotto.
Medium:AP
Datum: 26.07.1999
«Lieber arm und gesund als reich und krank» - nach diesem Motto leben rund 88 Prozent der Bundesbürger, wie eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Magazins «Spiegel-Spezial» ergab. Allerdings ist der Glaube an das große Geld im Osten offenbar weiter verbreitet als im Westen: In den alten Ländern glauben rund 33 Prozent daran, daß Geld glücklich mache, im Osten dagegen 46 Prozent.

Besonders skeptisch ist die junge Generation: Nur 23 Prozent der 25- bis 29jährigen sehen einen direkten Zusammenhang zwischen einem dicken Bankkonto und ihrem Glück. Auch die Besserverdienenden mit einem Nettoeinkommen von mehr als 5.000 Mark monatlich bezweifeln, daß Geld automatisch glücklich macht. Nur 22 Prozent bekennen sich als Anhänger des schnöden Mammons.

Daß Geld den Charakter verdirbt, glauben 67 Prozent aller Frauen. Bei den Männern sind dagegen nur 56 Prozent davon überzeugt. Bei den legalen Glücksspielen hat das Lotto-Spiel die Nase vorn: Rund ein Drittel (32 Prozent) der 1.003 Befragten gab an, daß sie regelmäßig ihr Glück mit den sechs Richtigen versuchten. Dagegen machen nur 16 Prozent häufig bei Preisausschreiben mit, acht Prozent spekulieren an der Börse.


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