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Für den neuen Freund  Wir treffen uns in der Gruppe, weil wir alle das gleiche Problem haben:

Spielen

Wir sprechen uns mit Vornamen und "Du" an. Die Anonymität ist vorrangig, dadurch können wir offen miteinander reden. Worüber im Meeting gesprochen wird, soll im Raum bleiben.

Wir haben keine Patentrezepte, wir können nur Erfahrung, Kraft und Hoffnung mit Dir teilen. Als Leitfaden helfen uns die zwölf Schritte und die zwölf Traditionen der Anonymen Spieler GA.

  Der erste Schritt ist der wichtigste:

WIR GABEN ZU, DASS WIR DEM SPIELEN GEGEN†BER MACHTLOS SIND --- UND UNSER LEBEN NICHT MEHR MEISTERN KONNTEN.  

Wir führen keine Zwiegespräche und reden nicht durcheinander. Durch ein Handzeichen deuten wir an, daß wir etwas sagen wollen. Wir sollten nur über uns selbst, nicht aber über andere reden. Der Gruppensprecher dient der Gruppe und hat keine Sonderrechte, er regelt unter anderem die Reihenfolge der Wortmeldungen und vertritt die Interessen der Gruppe nach außen.

Um zu entscheiden, ob die Anonymen Spieler für mich das Richtige sind, sagt die Erfahrung, daß man mindestens sechs bis acht Mal ein Meeting aufsuchen sollte.

DIE "GA-GRUPPE" KANN OHNE MICH AUSKOMMEN; ABER ICH NICHT OHNE DIE "GA-GRUPPE".

ANONYME SPIELER (GA) sind eine Gemeinschaft von Frauen und Männern, die ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung miteinander teilen, um ihr gemeinsames Problem zu lösen und anderen süchtigen Spielern bei ihrer Genesung zu helfen.

Die einzige Bedingung für die Mitgliedschaft bei den Anonymen Spielern (GA) ist der aufrichtige Wunsch, mit dem Spielen aufzuhören. Es gibt bei uns keine Gebühren oder Mitgliedsbeiträge. Wir tragen uns selbst durch unsere eigenen, freiwilligen Spenden.

Die Gemeinschaft Anonyme Spieler (GA) ist mit keiner politischen Partei, Konfession, Sekte oder sonst einer Organisation oder Institution verbunden; sie will sich weder an öffentlichen Debatten beteiligen, noch zu irgendwelchen Streitfragen Stellung nehmen. Unser wichtigstes Anliegen ist es, mit dem Spielen aufzuhören und anderen süchtigen Spielern zu helfen, es auch zu schaffen.

Die meisten von uns gaben nur widerstrebend zu, daß das Spielen für sie ein Problem ist, Niemand mag sich von anderen unterscheiden. Typisch für unsere "Spielerkarrieren" sind daher unzählige Versuche zu beweisen, daß wir genauso spielen können wie andere. Der Gedanke, eines Tages das Spielen irgendwie unter Kontrolle zu bringen, ist die fixe Idee eines jeden süchtigen Spielers. Die Beharrlichkeit, mit der wir diese trügerische Idee verfolgten, ist erstaunlich; viele unter uns führte sie an die Schwelle von Gefängnissen, Wahnsinn und Tod.

Wir haben gelernt, daß jeder von uns sich selbst in aller Ehrlichkeit eingestehen muß, ein süchtiger Spieler zu sein. Das ist der erste Schritt zur Genesung.

Vor allem müssen wir den Selbstbetrug erkennen, daß wir so sind oder jemals so sein werden wie andere, wenn es ums Glücksspiel geht. Wir sind anders ! - Wir haben die Fähigkeit verloren, kontrolliert zu spielen. Wir wissen, daß ein süchtiger Spieler diese Fähigkeit niemals wiedererlangt.  

Jeder einzelne von uns hat irgendwann einmal geglaubt, er wäre in der Lage, die Kontrolle zurückzugewinnen. Aber auf diese meist sehr kurzen Phasen folgte unausweichlich noch mehr Kontrollverlust, der allmählich zum körperlichen und seelischen Verfall führte. Wir sind fest davon überzeugt, daß wir an einer fortschreitenden Krankheit leiden. Im Laufe der Zeit verschlimmert sich diese; solange wir spielen, geht es uns stets schlechter, niemals besser.

 


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